Rot-Weiß Oberhausen besiegt SC Paderborn 07

Die Malocher aus Oberhausen haben sich am gestrigen Freitagabend drei wichtige Punkte gesichert. RWO geht in der 17. Spielminute durch den Treffer von Yohannes Bahcecioglu mit 1:0 in Führung. Mit dem 2:0 durch Ronny König in der 57. Minute war der Spielstand dann perfekt. Es wären noch weitere Tore drin gewesen – inklusive einem Elfer, der Rot-Weiß Oberhausen unverständlicher Weise verwehrt wurde. Aber insgesamt kann man sich im Niederrheinstadion über das gewonnene Spiel sehr freuen.

Parallel fand die Begegnung Union Berlin gegen den VfL Osnabrück statt. Ein umkämpftes Match, das letztlich 3:3 ausging. Für einen Tag hat sich Oberhausen nun aus der Abstiegszone herausgekämpft und steht hinter den punktgleichen Osnabrückern auf Rang 15. Die drei Verfolger des RWO, der Karlsruher SC, Ingolstadt und Arminia Bielefeld spielen jedoch noch.

Bielefeld gibt es doch. Noch.

Am kommenden Sonntag geht es für den VfL Bochum nach Bielefeld. Auch wenn sich das Gerücht um die Bielefeldverschwörung hartnäckig hält, sind die Arminianer noch da. Allerdings auf dem letzten Tabellenplatz. Drei Auswärtspunkte sollten hier Pflicht sein.

Auf der Website von DSC Arminia Bielefeld wird der Bochumer Gegner näher durchleuchtet. Voller Respekt heißt es da im Vorfeld:

Der Fahrstuhl zurück in die erste Liga, den auch Arminia so gerne wieder in Betrieb genommen hätte, wartet derzeit an der Castroper Straße auf Mitfahrer.

Das nächste Heimspiel steht nur fünf Tage später an. Die Gäste aus dem nahen Düsseldorf werden am 18. Februar mit einem schönen Plakat empfangen. Alle Ankündigungsplakate gibt es hier auch zum Download.

Verdiente Winterpause

So ein Schneechaos gibt es im Ruhrgebiet gerade kurz vor Weihnachten nur alle Jubeljahre mal. Die Chancen stehen also gut, in diesem Jahr eine seltene weiße Weihnacht zu erleben.

In die verdiente und wohl auch nötige Winterpause gehen nun auch die Fußballerinnen und Fußballer, die soeben ihren letzten Spieltag hinter sich gebracht haben. Dabei gab es noch einige interessante Begegnungen. Doch im Fokus sollen natürlich auch diesmal vor allem die Spiele der Ruhrpottclubs stehen:

Der RWO hat gegen Arminia Bielefeld unerwartet ein zwar torloses, aber gutes Spiel gemacht, hatte viele Chancen und konnte schließlich einen Punkt zu Hause behalten. Bilanz nach dem 17. Spieltag: Platz 14 kann und darf nicht das Beste sein, was am Ende der Saison rauskommt. Also nach dem Winterschlaf wieder erwachen und sich auf die einstelligen Plätze einschießen!

Auch in der ersten Liga gab es eine Überraschung: Der VfL, der in den letzten Spielen auch weniger durch gute Leistungen überzeugte wie der RWO, kämpfte überragend und schlug die Hannoveraner Gastgeber schließlich mit 2:3. Doch der Abstieg droht auch in dieser Saison wieder allzu heftig. Platz 16 – das kann es nicht gewesen sein, Bochum! Gas geben im neuen Jahr!

Der FCR Duisburg konnte am letzten Spieltag auch noch einmal 3 Punkte einfahren und besiegte den HSV mit einem klaren 4:0. Lediglich das bessere Torverhältnis hat den punktgleichen Potsdamerinnen die Herbstmeisterschaft eingebracht. Der FCR ist somit Tabellenzweiter. Und den meisten Stress aller Duisburgerinnen dürfte Inka Grings gehabt haben: Ihr Jahr 2009 war sicherlich eines ihrer überragendsten aller Zeiten. Sie gewann den DFB-Pokal, wurde Europameisterin, ist Deutsche Fußballerin des Jahres, Torschützenkönigin der Frauenfußball-Bundesliga und Spielerin der Saison 2009. Was wäre da naheliegender gewesen als auch den Titel zur Weltfußballerin des Jahres zu erhalten? – Richtig, nichts wäre naheliegender gewesen! Und doch – man glaubt es nicht – ist sie bei der FIFA World Player Gala 2009 weit abgeschlagen nur auf einem unverdienten Platz 5 gelandet. Ein unverständliches Ergebnis, wie ich finde. Zumal Birgit Prinz, vor der ich viel Respekt habe, die aber kein vergleichbar fulminantes Jahr erlebt hat, mit deutlich mehr Stimmen auf Platz 2 direkt hinter der zum vierten Mal in Folge zur Nummer 1 gewählten Brasilianerin Marta gelandet ist. Wer kann das verstehen? Ich jedenfalls nicht. Aber ein kleiner Trost mag sein, dass jeder, der Inka Grings in diesem Jahr verfolgt hat, selbst weiß: Sie ist die wahre Weltfußballerin des Jahres und wird uns sicher auch 2010 wieder mit ihrem Talent und Können überzeugen.

Zum Weiterlesen:

http://de.fifa.com/classicfootball/awards/gala/news/newsid=1151321.html#gluckliche+gewinner

Aufregende Spiele mit vielen Bayern

Da ahnte noch keiner, dass sieben Tore fallen würden

Da ahnte noch keiner, dass sieben Tore fallen würden

Gleich drei bairische Vereine spielten am vergangenen Wochenende gegen Vereine aus Nordrhein-Westfalen. Bei zweien dieser Spiele mit süddeutschen Gästen war ich vor Ort: Der FCR Duisburg empfing am vergangenen Samstag den FC Bayern und hatte noch die letzte Niederlage gegen die Münchnerinnen gut im Gedächtnis. Damals, am 1. April unterlagen die Duisburgerinnen mit 1:2 im eigenen Stadion. Das sollte sich nun ändern.

Trotz Kälte und Nieselregen begann die Partie direkt spannend. Auf Bayern-Seite feierte Melanie Behringer ihre Wiedereingliederung nach langer Verletzungspause; die Duisburgerinnen durften sich über Inka Grings freuen, die nach Zwangspause aufgrund ihrer gelb-rot-Sperre nun aber wieder dabei war.

Bereits nach 11 Spielminuten gingen die Duisburgerinnen durch das Tor von Marina Hegering in Führung. Wenige Minuten später kam Inka Grings dann wieder zum Zug: ihr 306. Bundesligator. Dann folgte vor der Halbzeitpause das 3:0 durch Simone Laudehr. Eine gute Basis, um in die zweite Halbzeit zu starten. Unter den 1.053 Zuschauern waren diesmal auch einige höchst exklusive Gäste: Keine Geringeren als Nationaltrainerin Silvia Neid und DFB-Trainerin Maren Meinert (nebenbei bemerkt: gebürtige Duisburgerin und ehemals auch aktiv beim FCR) mischten sich unters Publikum und dürften sich die ein oder andere Spielerin notiert haben.

Auch die Münchnerinnen hatten prominente Fans dabei. So staunte ich nicht schlecht, als ich Shary Reeves in der Reihe vor mir erblickte. Die Moderatorin von Wissen macht Ah! war früher auch in der Fußballbundesliga aktiv und kickte für den SC 07 Bad Neuenahr.

Und dann lief alles wie von selbst: Beinahe chancenlos mussten die Bayern den Triumph der Gastgeber hinnehmen. In der 54. Minute folgte das 4:0 durch eine entschlossene Jennifer Oster. Zehn Minuten später gefolgt vom 5:0 wiederum durch Simone Laudehr, die nach einem herrlichen Kombinationsspiel das Leder sicher in den Kasten brachte. Die Bayern nun geschockt und ohnmächtig. Es folgte, was in solchen Situationen folgen muss (aber nicht sollte): Durch immense Fouls brachten sich die Gäste nun ins wortwörtliche Abseits und kassierten zwei weitere Tore durch selbstverdiente Foulelfmeter: Grings verwandelte ihr 307. Bundesligator in der 85. Minute. Nur drei Minuten später kam auch noch Linda Bresonik zum Zug und machte den Sack mit einem triumphalen 7:0 zu.

Stimmung und Wetter Hand in Hand

Stimmung und Wetter Hand in Hand

Am Sonntag ging es dann ins heimatliche Niederrheinstadion. Bei noch ungemütlicherem Wetter empfing der SC Rot-Weiß Oberhausen vor schwankenden Zuschauerzahlen von 4.000 bis 6.500 (je nachdem, ob man ARD, ZDF oder WDR konsultierte) den TSV 1860 München. Kurz vor Anstoß gab es ein Präsent der Sechz’ger, nämlich stinkende blaue Rauchbomben. Kein schöner Start. Doch nach drei Niederlagen der Malocher aus dem Ruhrpott sollten heute schließlich Punkte eingefahren werden. Aber, um den Schmerz möglichst gering zu halten, kurz und knapp: Das einzige Tor, das die Oberhausener an diesem Tag machten, ging in den eigenen Kasten. Somit stand es in der 63. Minute 0:1 für die Gäste. Und bei diesem Spielstand blieb es dann trotz aller Bemühungen auch. Es war wahrlich kein schönes Spiel, das da unter regnerischer Kulisse geboten wurde. Also lieber schnell vergessen und nach vorne schauen. Immerhin ist der RWO trotz seiner vier Niederlagen in Folge noch auf Tabellenplatz 10.

Die dritten Bayern mussten nicht verreisen, sondern bekamen Besuch aus Gladbach. Der FCB bezwang die unglücklichen Borussen mit 2:1. Ich drücke nun dem VfL für nächstes Wochenende die Daumen und bin traurig, dass ich nicht dabei sein kann, wenn der FC Bayern ins rewirpower Stadion kommt. Glück auf, ihr Bochumer!

Sie waren wieder ein Wechselbad der Gefühle, diese Fußballtage im Pott. Und ich freue mich schon auf übernächstes Wochenende. Da ist Arminia Bielefeld zu Gast bei RWO. Und ich kann dabei sein. Herrlich! Doch vorher steht noch das schwere Auswärtsspiel in Düsseldorf bevor. Malocher, ihr macht dat schon!

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