VfL Bochum trennt sich von Funkel. Ein Pakt mit dem Teufel?

Der aufstiegswillige VfL Bochum hat nach Angaben eines anonymen Journalisten offenbar einen schockierenden Pakt geschlossen. So haben sich die Jungs aus dem Pott entschieden, ihren Trainer zu verkaufen. Im Gegenzug erhalten sie die sofortige Aufstiegslizenz in die erste Bundesliga. Alle noch geplanten Spieltage entfallen für den VfL. Stattdessen wird am kommenden Montag der im Gegenzug bereits freiwillig abgestiegene Erstligist Borussia Mönchengladbach gegen den FSV Frankfurt in der zweiten Liga antreten.

“Das macht vieles einfacher. Ein krasser Schnitt und ein klarer Neubeginn – das ist das, was wir alle wollen.”

So Lucien Favre bei Fohlen.TV

Wo Ex-Trainer Friedhelm Funkel nun ist, fragen sich hingegen verwirrte Bochum-Fans. Und wer soll nun der neue Trainer werden? Glücklicherweise ist es einem investigativen Journalisten des Elb-Neckar-Isar-Ruhr-Sportmagazins gelungen, den verkauften Trainer aufzuspüren und zu dieser dramatischen Karrierewende zu befragen.

Funkel: “Ich fühle mich verraten, hintergangen und verkauft. Die Jungs steigen jetzt auf, müssen aber die komplette nächste Saison ohne Trainer spielen. Ich bin stinksauer und enttäuscht.”

Elb-Neckar-Isar-Ruhr-Sportmagazin: “Und was machen Sie jetzt?”

Funkel: “Eventuell erstmal ein Praktikum.”

Einmalig in der Geschichte, unfassbar noch hinzu. Offenbar ist es wirklich so, dass der soeben zurückgekehrte Erstligist VfL Bochum trainerlos in die Zukunft kicken wird. Was auch immer das bringt, eines ist sicher: Der VfL Bochum macht Schlagzeilen!

 

Showdown in der Bundesliga

Die Meisterschaften sind verteilt: Bei den Herren dürfen sich die Rekordmeister aus München über einen weiteren Titel freuen, bei den Damen haben es die Potsdamerinnen schließlich perfekt gemacht. Der FCR Duisburg hat den Titel knapp verpasst, geht aber als Favorit ins DFB-Pokalfinale am 15. Mai in Köln. Dieser Titel dürfte dann also noch erreichbar sein.

Was steht noch aus am kommenden letzten Spieltag der Bundesliga? – Es wird wohl auf eine Zitterpartie hinauslaufen. Der VfL Bochum – gerade geschüttelt durch Trainerwechsel und Auswärtsniederlage in der Arena des Rekordmeisters – hat noch die Chance, den Klassenerhalt zu erlangen. Am Samstag gastieren die Hannoveraner im rewirpower Stadion. Und die haben auch den Gladbachern am vergangenen Wochenende gezeigt, dass sie Tore schießen können, wenn sie wollen. Das verblüffende 6:1 wird wohl in die Geschichte von Hannover 96 eingehen. Im Interview mit bundesliga.de zeigt sich Azaouagh stellvertretend für seine Bochumer Vereinskollegen siegessicher:

Wir haben noch alle Karten in der Hand!

Ich drücke alle Daumen und setze all mein Hoffnung in diesen kommenden letzten Spieltag! Bochum darf einfach nicht absteigen.

Zum Weiterlesen:
http://www.bundesliga.de/de/liga/news/2009/index.php?f=0000152626.php


http://www.bundesliga.de/de/liga/news/2009/index.php?f=0000152706.php&fla=6

Von absteigenden Ästen

Als Fan von Rot-Weiß Oberhausen hat man schon viel durchmachen müssen. Im Jahr 1969 gelang den Kleeblättern der Aufstieg in die Bundesliga. Am letzten Spieltag der Regionalliga-Saison 2007/08 vollbrachten die Rot-Weißen den Durchmarsch von der Oberliga in die 2. Bundesliga. Eine Glanzparade! Die 39 Jahre zwischen diesen Ereignissen waren nicht minder turbulent!

Einer der Tiefpunkte in der Geschichte des RWO waren sicherlich die Verwicklungen in den Bundesliga-Skandal 1970/71.  Trainer Günther Brocker wurde damals gesperrt. 1973 folgte dann der Abstieg aus der Bundesliga – runter in die Regionalliga West. Ein Jahr später wurde die 2. Bundesliga gegründet, doch RWO stieg ab in die dritte Klasse. Ab da fuhr der Fahrstuhl immer rauf und runter: Der Wiederaufstieg kam dann erst wieder in der Saison 1978/79, doch für die 1981 gegründete eingleisige 2. Liga konnten sich die Rot-Weißen nicht qualifizieren. Also wieder nur Dritter im Bunde. 1983 dann wieder der Aufstieg in die 2. Bundesliga – diesmal immerhin für fünf Jahre. 1988 dann das plötzliche Ende durch den Lizenzentzug. Folge: RWO fand sich in der Oberliga Nordrhein wieder.  Und es ging noch tiefer: Bis runter in die Verbandsliga Niederrhein fielen die Kleeblätter. Knapp zehn Jahre wurde in Oberhausen nur noch Amateurfußball gespielt. Dann endlich wieder der lang ersehnte Aufstieg in die 2. Bundesliga in der Saison 1997/1998. Einer der Höhepunkte des Klubs war das Pokalhalbfinale gegen den FC Bayern München. Damaliger Top-Trainer der Oberhausener war Aleksandar Ristic, der die Mannschaft in unverhoffte Sphären katapultierte. Zwar ging das Spiel gegen die Bayern mit 1:3 verloren, doch auf dem Platz stand ein Klub, der was zu zeigen hatte, der kämpfen konnte. Und der nicht zu Null verlor! Doch der Fahrstuhl hielt nicht an: Nachdem der RWO 2003/04 sogar zeitweise auf einem Aufstiegsplatz in Richtung Oberhaus verharrte, platzte mit der Rückrunde auch der Traum vom Wiedereinstieg in die Bundesliga. Und statt sich wenigstens in der 2. Bundesliga weiter stark zu behaupten, ging es wieder hinab in die Regionalliga.

Eine neue Ära brach schließlich an: Mit Hans-Günter Bruns kam 2006/07 nach etlichen Trainerwechseln endlich ein neuer Hoffnungsträger für die Rot-Weißen vom Niederrhein. Der erfahrene Trainer, der schon bei Schalke 04, Fortuna Düsseldorf und Borussia Mönchengladbach unter Vertrag war, gab der Mannschaft neuen Antrieb. Es folgte ein Stück Fußballgeschichte: Nie zuvor war eine Fußballmannschaft nach zwei Abstiegen in Folge ein zweimaliger Aufstieg in Folge gelungen. Doch mit Bruns klappte es.

2010. Der RWO ist nach insgesamt neun sieglosen Spielen in Folge wieder auf dem absteigenden Ast. Noch gibt es zwar drei Mannschaften, die in noch tieferen Gefilden der Tabelle hängen, aber es sieht nicht gut aus. Am vergangenen Montag kam, was kommen musste: Der bisherige Trainer Jürgen Luginger hat sein Amt “freigestellt”. Kommissarisch übernimmt nun wieder Bruns den Posten des Trainers. Wird es jetzt endlich wieder aufwärts gehen? Nach dem erschreckenden Spiel gegen Ahlen bleibt nur noch die Hoffnung, dass das “Wunder von Bruns” nun zurückkehrt und der RWO statt dem Fahrstuhl jetzt mal die Beine selbst in die Hand nimmt und nach oben durchstartet.

Am kommenden Wochenende spielen die Rot-Weißen gegen Hansa Rostock. Hansa hat gerade mal zwei Punkte und einen Tabellenplatz Vorsprung. Sollte es dem neuen alten Trainer gelingen, nun den Knoten platzen zu lassen?

Wer übrigens die aktuellen Vorschläge sehen und wählen möchte, wer der neue Trainer für Rot-Weiß Oberhausen werden soll, kann dies hier tun:
http://www.derwesten.de/sport/fussball/rwo/Luginger-wollte-dem-Team-den-letzten-Kick-geben-id2479070.html
Die Auswahl reicht von Ex-Trainer Ristic über den amtierenden Übergangstrainer Bruns bis hin zu Namen wie Marcel Koller oder Lothar Matthäus. Auch Holger Fach wird vorgeschlagen, der aber meines Wissens noch bei einem Verein in Kasachstan unter Vertrag steht. Nun ja …

Wer mehr über die niemals langweilige Geschichte von RWO erfahren möchte, dem seien folgende Bücher empfohlen:

Peter Seiwert und Manuela Rettweiler: Der lange Weg in die Bundesliga. RWO-Chronik Teil 1. 1902-1969. 232 Seiten, ISBN 3-87468-161-0 Verlag Karl-Maria Laufen, Oberhausen

Peter Seiwert: Bundesliga – Unsere besten Jahre. RWO-Chronik Teil 2. 1969-1974. 179 Seiten, ISBN 3-87468-198-X Verlag Karl-Maria Laufen, Oberhausen

Bochum punktet, Oberhausen verliert

Auch wenn der Schnee sich auf Münchens Straßen hartnäckig hält – die Winterpause ist vorüber. Zumindest beim Fussi. Der erste Spieltag im neuen Jahr hat bereits viele Tore hervorgebracht. Glücklicherweise auch zwei für den VfL Bochum, der die Gladbacher Gastgeber mit einem 1:2-Sieg schockte. Mit Freude erinnere ich mich an die letzte Saison, wo Bochum einen 0:3-Rückstand noch ausgleichen konnte. Somit dürfte Gladbach einer der liebsten Gegner sein.

In der zweiten Liga hatte der RWO weniger Erfolg. Ein dummer Fehler in der 60. Minute brachte den Berlinern das Führungstor ein. Die siebte Niederlage für die Malocher aus Oberhausen. Kein guter Auftakt in der Rückrunde. Der einzige Vorteil für die Rot-Weißen ist momentan noch die Tatsache, dass Koblenz und Frankfurt acht Punkte und Ahlen sogar 13 Punkte hinter ihnen liegen. Das jedoch sollte kein sanftes Ruhekissen sein. Vielleicht spornt ja am nächsten Spieltag endlich der Umstand an, dass drei Punkte schon einen deutlichen Sprung nach oben bedeuten könnten. Denn Karlsruhe liegt mit gerade mal 24 Punkten auf Rang 10. Warten wir also ab, was der RWO am nächsten Sonntag gegen die Gäste aus Augsburg ausrichten kann.

Bei den Damen geht es erst etwas später weiter. Die nächste Bundesligabegegnung des FCR Duisburg findet am 14.02. gegen TeBe Berlin in der Hauptstadt statt. Vorher gibt es jedoch noch einen interessanten Termin: Im DFB-Pokal müssen sich die Duisburgerinnen gegen den 1. FC Köln behaupten und sind am 7.02. in der Domstadt zu Gast. Als Trost für die lange Wartezeit habe ich von einer lieben Freundin ein Autogramm von Linda Bresonik geschenkt bekommen. Wuah, danke!

Aufregende Spiele mit vielen Bayern

Da ahnte noch keiner, dass sieben Tore fallen würden

Da ahnte noch keiner, dass sieben Tore fallen würden

Gleich drei bairische Vereine spielten am vergangenen Wochenende gegen Vereine aus Nordrhein-Westfalen. Bei zweien dieser Spiele mit süddeutschen Gästen war ich vor Ort: Der FCR Duisburg empfing am vergangenen Samstag den FC Bayern und hatte noch die letzte Niederlage gegen die Münchnerinnen gut im Gedächtnis. Damals, am 1. April unterlagen die Duisburgerinnen mit 1:2 im eigenen Stadion. Das sollte sich nun ändern.

Trotz Kälte und Nieselregen begann die Partie direkt spannend. Auf Bayern-Seite feierte Melanie Behringer ihre Wiedereingliederung nach langer Verletzungspause; die Duisburgerinnen durften sich über Inka Grings freuen, die nach Zwangspause aufgrund ihrer gelb-rot-Sperre nun aber wieder dabei war.

Bereits nach 11 Spielminuten gingen die Duisburgerinnen durch das Tor von Marina Hegering in Führung. Wenige Minuten später kam Inka Grings dann wieder zum Zug: ihr 306. Bundesligator. Dann folgte vor der Halbzeitpause das 3:0 durch Simone Laudehr. Eine gute Basis, um in die zweite Halbzeit zu starten. Unter den 1.053 Zuschauern waren diesmal auch einige höchst exklusive Gäste: Keine Geringeren als Nationaltrainerin Silvia Neid und DFB-Trainerin Maren Meinert (nebenbei bemerkt: gebürtige Duisburgerin und ehemals auch aktiv beim FCR) mischten sich unters Publikum und dürften sich die ein oder andere Spielerin notiert haben.

Auch die Münchnerinnen hatten prominente Fans dabei. So staunte ich nicht schlecht, als ich Shary Reeves in der Reihe vor mir erblickte. Die Moderatorin von Wissen macht Ah! war früher auch in der Fußballbundesliga aktiv und kickte für den SC 07 Bad Neuenahr.

Und dann lief alles wie von selbst: Beinahe chancenlos mussten die Bayern den Triumph der Gastgeber hinnehmen. In der 54. Minute folgte das 4:0 durch eine entschlossene Jennifer Oster. Zehn Minuten später gefolgt vom 5:0 wiederum durch Simone Laudehr, die nach einem herrlichen Kombinationsspiel das Leder sicher in den Kasten brachte. Die Bayern nun geschockt und ohnmächtig. Es folgte, was in solchen Situationen folgen muss (aber nicht sollte): Durch immense Fouls brachten sich die Gäste nun ins wortwörtliche Abseits und kassierten zwei weitere Tore durch selbstverdiente Foulelfmeter: Grings verwandelte ihr 307. Bundesligator in der 85. Minute. Nur drei Minuten später kam auch noch Linda Bresonik zum Zug und machte den Sack mit einem triumphalen 7:0 zu.

Stimmung und Wetter Hand in Hand

Stimmung und Wetter Hand in Hand

Am Sonntag ging es dann ins heimatliche Niederrheinstadion. Bei noch ungemütlicherem Wetter empfing der SC Rot-Weiß Oberhausen vor schwankenden Zuschauerzahlen von 4.000 bis 6.500 (je nachdem, ob man ARD, ZDF oder WDR konsultierte) den TSV 1860 München. Kurz vor Anstoß gab es ein Präsent der Sechz’ger, nämlich stinkende blaue Rauchbomben. Kein schöner Start. Doch nach drei Niederlagen der Malocher aus dem Ruhrpott sollten heute schließlich Punkte eingefahren werden. Aber, um den Schmerz möglichst gering zu halten, kurz und knapp: Das einzige Tor, das die Oberhausener an diesem Tag machten, ging in den eigenen Kasten. Somit stand es in der 63. Minute 0:1 für die Gäste. Und bei diesem Spielstand blieb es dann trotz aller Bemühungen auch. Es war wahrlich kein schönes Spiel, das da unter regnerischer Kulisse geboten wurde. Also lieber schnell vergessen und nach vorne schauen. Immerhin ist der RWO trotz seiner vier Niederlagen in Folge noch auf Tabellenplatz 10.

Die dritten Bayern mussten nicht verreisen, sondern bekamen Besuch aus Gladbach. Der FCB bezwang die unglücklichen Borussen mit 2:1. Ich drücke nun dem VfL für nächstes Wochenende die Daumen und bin traurig, dass ich nicht dabei sein kann, wenn der FC Bayern ins rewirpower Stadion kommt. Glück auf, ihr Bochumer!

Sie waren wieder ein Wechselbad der Gefühle, diese Fußballtage im Pott. Und ich freue mich schon auf übernächstes Wochenende. Da ist Arminia Bielefeld zu Gast bei RWO. Und ich kann dabei sein. Herrlich! Doch vorher steht noch das schwere Auswärtsspiel in Düsseldorf bevor. Malocher, ihr macht dat schon!

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