Updates beim VfL – Kader und Aufsichtsrat in neuer Aufstellung

So frühlingshaft präsentiert sich das Stadion wohl erst wieder 2011

Rewirpowerstadion im Frühling

Mimoun Azaouagh kommt zurück in den Profikader des VfL Bochum. Nachdem der ehemalige U21-Nationalspieler beim Abstieg im Sommer dieses Jahres noch verkündete, dass ihn nun nichts mehr beim VfL halte, bereut er wohl nun seine Aussagen. Zwischenzeitlich trainierte und spielte er in der Regionalliga-Mannschaft des VfL und hat sich dort laut Friedhelm Funkel “vorbildlich verhalten”. Der Trainer selbst bittet um Verständnis für Azaouagh, der am gestrigen Montag zu einem Gespräch mit Thomas Ernst geladen war. Ab 2. Januar wird Azaouagh zurück in den Kader kommen.

Am 19. Dezember war bereits bekannt geworden, dass der VfL sich “aus sportlichen Gründen” von zwei Spielern trennt. Mergim Mavraj und Marc Pfertzel sind ab sofort freigestellt und werden ab Januar, wenn sich für sie bis dahin kein neuer Verein gefunden hat, in der Zweiten Mannschaft wiederfinden.

Auch der Aufsichtsrat ist neu aufgestellt. Bei der gestrigen außerordentlichen Mitgliederversammlung im Bochumer Schauspielhaus wurden Ernst-Otto Stüber, Hans-Peter Villis und Bernd Wilmert mit deutlicher Mehrheit in den Aufsichtsrat gewählt.

Zur Winterpause verbleibt der VfL Bochum auf einem soliden Platz 8 mit fünf Punkten Abstand zum Spitzenreiter FC Augsburg. Am 15. Januar gastieren die Bochumer beim TSV 1860 München.

Mit einem Punkt zurück nach Oberhausen – VfL unterliegt VfB

Ausgleich unter der Sonne

Ausgleich unter der Sonne

Gestern liefen die Rot-Weißen mal wieder gegen den TSV 1860 München in der Allianz Arena auf. Zum Spielauftakt gab’s in der 12. Minute direkt ein Tor für die Gastgeber durch Benjamin Lauth, der einen durch Markus Kaya verschuldeten Handelfmeter umwandelte. Die Oberhausener brauchten einige Zeit, um sich ins Spiel einzufinden. Doch in der 23. folgte dann direkt das 2:0 durch Peniel Kokou Mlapa, und alles sah nach Niederlage für RWO aus. Doch noch in der ersten Halbzeit wachten die Gäste auf und glichen mit Heinrich Schmidtgal in der 30. und Ronny König 43. Minute die Partie aus. Hier hätte auch direkt abgepfiffen werden können, denn in der zweiten Halbzeit plätscherte die Begegnung über weite Strecken nur so dahin. Bis auf zwei knapp verfehlte Torschüsse der Sechz’ger war nicht mehr viel geboten. Mit dem Endstand von 2:2 können sicher trotzdem beide Mannschaften zufrieden sein.

Die Bochumer verlangen ihren Fans hingegen wieder angespannte Nerven ab. Das Freitagsspiel vor heimischer Kulisse ging gegen den VfB Stuttgart mit 0:2 zu Ende – und mit der Tatsache, nun auf dem Relegationsplatz angekommen zu sein. Die Stuttgarter souverän im Angriff auf die Europa League, der VfL Bochum zu harmlos und beinahe resigniert. War’s das jetzt mit der Bundesliga? Am nächsten Wochenende stehen die realistischen Chancen für Bochum, drei Punkte einzufahren, ziemlich schlecht: Es geht zum Spitzenreiter FC Bayern München. Die Entscheidung darüber, ob Bochum ab nächster Saison nun zweitklassig wird, bringt spätestens das letzte Spiel gegen Hannover 96. Es bleibt nur noch, auf ein Wunder zu hoffen …

Aufregende Spiele mit vielen Bayern

Da ahnte noch keiner, dass sieben Tore fallen würden

Da ahnte noch keiner, dass sieben Tore fallen würden

Gleich drei bairische Vereine spielten am vergangenen Wochenende gegen Vereine aus Nordrhein-Westfalen. Bei zweien dieser Spiele mit süddeutschen Gästen war ich vor Ort: Der FCR Duisburg empfing am vergangenen Samstag den FC Bayern und hatte noch die letzte Niederlage gegen die Münchnerinnen gut im Gedächtnis. Damals, am 1. April unterlagen die Duisburgerinnen mit 1:2 im eigenen Stadion. Das sollte sich nun ändern.

Trotz Kälte und Nieselregen begann die Partie direkt spannend. Auf Bayern-Seite feierte Melanie Behringer ihre Wiedereingliederung nach langer Verletzungspause; die Duisburgerinnen durften sich über Inka Grings freuen, die nach Zwangspause aufgrund ihrer gelb-rot-Sperre nun aber wieder dabei war.

Bereits nach 11 Spielminuten gingen die Duisburgerinnen durch das Tor von Marina Hegering in Führung. Wenige Minuten später kam Inka Grings dann wieder zum Zug: ihr 306. Bundesligator. Dann folgte vor der Halbzeitpause das 3:0 durch Simone Laudehr. Eine gute Basis, um in die zweite Halbzeit zu starten. Unter den 1.053 Zuschauern waren diesmal auch einige höchst exklusive Gäste: Keine Geringeren als Nationaltrainerin Silvia Neid und DFB-Trainerin Maren Meinert (nebenbei bemerkt: gebürtige Duisburgerin und ehemals auch aktiv beim FCR) mischten sich unters Publikum und dürften sich die ein oder andere Spielerin notiert haben.

Auch die Münchnerinnen hatten prominente Fans dabei. So staunte ich nicht schlecht, als ich Shary Reeves in der Reihe vor mir erblickte. Die Moderatorin von Wissen macht Ah! war früher auch in der Fußballbundesliga aktiv und kickte für den SC 07 Bad Neuenahr.

Und dann lief alles wie von selbst: Beinahe chancenlos mussten die Bayern den Triumph der Gastgeber hinnehmen. In der 54. Minute folgte das 4:0 durch eine entschlossene Jennifer Oster. Zehn Minuten später gefolgt vom 5:0 wiederum durch Simone Laudehr, die nach einem herrlichen Kombinationsspiel das Leder sicher in den Kasten brachte. Die Bayern nun geschockt und ohnmächtig. Es folgte, was in solchen Situationen folgen muss (aber nicht sollte): Durch immense Fouls brachten sich die Gäste nun ins wortwörtliche Abseits und kassierten zwei weitere Tore durch selbstverdiente Foulelfmeter: Grings verwandelte ihr 307. Bundesligator in der 85. Minute. Nur drei Minuten später kam auch noch Linda Bresonik zum Zug und machte den Sack mit einem triumphalen 7:0 zu.

Stimmung und Wetter Hand in Hand

Stimmung und Wetter Hand in Hand

Am Sonntag ging es dann ins heimatliche Niederrheinstadion. Bei noch ungemütlicherem Wetter empfing der SC Rot-Weiß Oberhausen vor schwankenden Zuschauerzahlen von 4.000 bis 6.500 (je nachdem, ob man ARD, ZDF oder WDR konsultierte) den TSV 1860 München. Kurz vor Anstoß gab es ein Präsent der Sechz’ger, nämlich stinkende blaue Rauchbomben. Kein schöner Start. Doch nach drei Niederlagen der Malocher aus dem Ruhrpott sollten heute schließlich Punkte eingefahren werden. Aber, um den Schmerz möglichst gering zu halten, kurz und knapp: Das einzige Tor, das die Oberhausener an diesem Tag machten, ging in den eigenen Kasten. Somit stand es in der 63. Minute 0:1 für die Gäste. Und bei diesem Spielstand blieb es dann trotz aller Bemühungen auch. Es war wahrlich kein schönes Spiel, das da unter regnerischer Kulisse geboten wurde. Also lieber schnell vergessen und nach vorne schauen. Immerhin ist der RWO trotz seiner vier Niederlagen in Folge noch auf Tabellenplatz 10.

Die dritten Bayern mussten nicht verreisen, sondern bekamen Besuch aus Gladbach. Der FCB bezwang die unglücklichen Borussen mit 2:1. Ich drücke nun dem VfL für nächstes Wochenende die Daumen und bin traurig, dass ich nicht dabei sein kann, wenn der FC Bayern ins rewirpower Stadion kommt. Glück auf, ihr Bochumer!

Sie waren wieder ein Wechselbad der Gefühle, diese Fußballtage im Pott. Und ich freue mich schon auf übernächstes Wochenende. Da ist Arminia Bielefeld zu Gast bei RWO. Und ich kann dabei sein. Herrlich! Doch vorher steht noch das schwere Auswärtsspiel in Düsseldorf bevor. Malocher, ihr macht dat schon!

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