Endlich wieder Bundesliga

Die Saison hat begonnen, endlich. Und es gab bereits so viele Tore wie selten innerhalb von zwei Spieltagen der Bundesliga. Doch auch die Ergebnisse der 2. Bundesliga können sich sehen lassen. Nach den enttäuschenden Leistungen von RWO und VfL Bochum im DFB-Pokal, wo sie sich durch einen Fünft- und einen Drittligisten haben rauskicken lassen, haben die beiden Clubs nun in zwei Spieltagen wenigstens schon etwas von ihrem Können gezeigt. So verweilen beide nun punktgleich auf Platz 9 – für RWO sicher ein zufriedenstellendes Ergebnis, für den VfL wohl eher nicht. Da muss noch eine Schüppe draufgelegt werden, um den direkten und geplanten Wiederaufstieg zu erlangen.

Aufstiegsprobleme gibt es beim FCR Duisburg nicht, dafür aber sind altbekannte Konkurrenten mit Top-Form zurück. Turbine Potsdam sichert sich nach drei Spieltagen mit einem Torverhältnis von 9:2 den ersten Tabellenrang vor den punktgleichen Wolfsburgerinnen. Die Duisburgerinnen, die nach einem fulminanten Saisonauftakt mit 9:0 gegen Bayer 04 Leverkusen und einem 0:2 in Schönebeck jedoch gegen die Hamburgerinnen nur ein Unentschieden herausholen konnten, verweilen nun mit 7 Punkten auf Rang 3.

Alles ist noch drin, alles noch frisch. Doch zumindest die K-Frage ist geklärt: Ballack bleibt Kapitän der Nationalmannschaft, hat Jogi Löw nun beschlossen. Philipp Lahm hat das Nachsehen, ist aber Vize. Damit ist dieses leidige Thema hoffentlich vorerst vom Tisch.

WM-Countdown

Die Bundesliga-Saison ist vorbei, und alle Sieger stehen fest. Der FC Bayern hat den DFB-Pokal und die Meisterschaft geholt, während das Triple durch Inter Mailand zunichte gemacht wurde. Bei den Damen haben die Turbinen die Champions League und die Meisterschaft geholt, der FCR Duisburg ist DFB-Pokal-Sieger, und nun läuft der Countdown zur WM in Südafrika.

Wer noch nicht alle Panini-Sammelbilder zusammen hat, muss sich beeilen. Am Eröffnungsspieltag sollten natürlich alle Gesichter im Heft strahlen! Und jetzt noch schnell Grillgut und Fan-Kollektion besorgen, denn in gerade mal einer Woche fällt der Startschuss. Zur alten Deutschland-Niederlande-Rivalität gibt es schon wieder einige nette Merchandising-Artikel und dieses nette Video …

Übrigens können Deutschland und die Niederlande durchaus aufeinander treffen – allerdings frühstens im Finale. Schauen und hoffen wir mal, dass die Deutschen so lange durchhalten. Nach dem gestrigen Testspiel gegen Bosnien-Herzegowina und dem 3:1-Sieg scheint dies durchaus nicht unrealistisch. Wären da nicht noch Spanien, Argentinien und Brasilien …

Showdown in der Bundesliga

Die Meisterschaften sind verteilt: Bei den Herren dürfen sich die Rekordmeister aus München über einen weiteren Titel freuen, bei den Damen haben es die Potsdamerinnen schließlich perfekt gemacht. Der FCR Duisburg hat den Titel knapp verpasst, geht aber als Favorit ins DFB-Pokalfinale am 15. Mai in Köln. Dieser Titel dürfte dann also noch erreichbar sein.

Was steht noch aus am kommenden letzten Spieltag der Bundesliga? – Es wird wohl auf eine Zitterpartie hinauslaufen. Der VfL Bochum – gerade geschüttelt durch Trainerwechsel und Auswärtsniederlage in der Arena des Rekordmeisters – hat noch die Chance, den Klassenerhalt zu erlangen. Am Samstag gastieren die Hannoveraner im rewirpower Stadion. Und die haben auch den Gladbachern am vergangenen Wochenende gezeigt, dass sie Tore schießen können, wenn sie wollen. Das verblüffende 6:1 wird wohl in die Geschichte von Hannover 96 eingehen. Im Interview mit bundesliga.de zeigt sich Azaouagh stellvertretend für seine Bochumer Vereinskollegen siegessicher:

Wir haben noch alle Karten in der Hand!

Ich drücke alle Daumen und setze all mein Hoffnung in diesen kommenden letzten Spieltag! Bochum darf einfach nicht absteigen.

Zum Weiterlesen: http://www.bundesliga.de/de/liga/news/2009/index.php?f=0000152626.php

http://www.bundesliga.de/de/liga/news/2009/index.php?f=0000152706.php&fla=6

Klassenerhalt – RWO bleibt in der 2. Bundesliga, der VfL Bochum macht’s spannend …

Nur noch drei Spieltage, dann sind wir Fußballbegeisterte wieder schlauer. Wer wird Meister? Ziehen die Schalker noch mal an? Oder wird in München getanzt? Und die Mutter aller Fragen: Schafft der VfL Bochum es noch, in der Bundesliga zu bleiben? – Lediglich das marginal bessere (oder weniger schlechte) Torverhältnis der Bochumer gegenüber den Freiburgern lässt sie noch einen Zähler über dem Relegationsplatz verweilen. Und jetzt stehen noch harte Spiele bevor: Freitagabend gastieren die Stuttgarter im rewirpower Stadion, eine Woche drauf geht’s ab nach München und am letzten Spieltag gilt es noch, gegen Hannover 96 zu bestehen. Ein fettes Stück Arbeit!

Da freut es mich, dass wenigstens der RWO aus dem Gröbsten raus ist: Die Zweitliga-Lizenz für 2010/2011 hat die DFL bereits erteilt. Oberhausen bleibt in der 2. Bundesliga! Wunderbar. Nach einem grandiosen 4:1 gegen Cottbus ein schöner Erfolg.

Bei den Frauen geht es auch noch munter weiter: Der FCR Duisburg hat leider den Einzug ins Champions League Finale verpasst und musste gegen Turbine Potsdam einen 4:1-Verlust hinnehmen. Doch immerhin steht jetzt für den FCR am 15. Mai noch der DFB-Pokal zum Greifen nahe, während die Turbinen am 20. Mai nach Madrid fahren, um im Finale im Getafer “Coliseum Alfonso Peréz” um die nagelneue Champions League Trophäe zu kämpfen. Auf ihren Finalgegner muss Turbine allerdings noch warten. Wird es Umea IK oder Olympique Lyon? Das Rückspiel in Umea war abgesagt worden, da Lyon aufgrund der isländischen Aschewolke nicht anreisen konnte. Als möglicher Nachholtermin steht der 29. April im Raum, das Hinspiel hatte Lyon 3:2 gewonnen.

Die haben den Samba im Fuß …

Samba im Regen: Der FCR schlägt die Turbinen 1:0

Samba im Regen: Der FCR schlägt die Turbinen 1:0

Endlich ist der FCR Duisburg wieder auf Höhenflug! Am 03. April gewannen die Löwinnen vor regnerischer Kulisse im eigenen Stadion 1:0 gegen Turbine Potsdam und ebneten sich so den Einzug ins DFB-Pokal-Finale, das am 15. Mai 2010 zum ersten Mal in Köln ausgetragen wird. Gegner ist der USV Jena, der im Halbfinale die SG Essen-Schönebeck schlagen konnte.

Hier ein Video vom Jubel der FCR-Mädels nach dem gelungenen Spiel gegen die Turbinen:

Über 2.000 Zuschauer haben all den wetterbedingten Umständen getrotzt und sind nach Duisburg gereist. Die Potsdamerinnen hatten auch eine überragende und lautstarke Unterstützung durch viele eigene Fans. Und wir als Duisburger  Fans sind extra aus München und Trier angereist! Und wenn es dann heißt: FINAAAALEEE – oh-oh, wird in Köln sicher das Stadion noch besser gefüllt sein. Über 5.000 Karten sind für das Finale bereits verkauft. Das lässt auf ein gut besuchtes Spiel schließen!

Nach dem Spiel hatten wir die Möglichkeit, Torschützin Linda Bresonik aus nächster Nähe beim Interview zu sehen. Trainerin Marina Voss-Tecklenburg war voll des Lobes – zu recht. In der 63. Minute schlenzt die Alleskönnerin aus 22 Metern den Ball ins rechte Eck und bringt ihrer Mannschaft die ersehnte Führung. Ein Tor, das wohl zu ihren besten und wichtigsten zählt.

Die Spuren auf dem Trikot bezeugen ihren vollen Einsatz: Linda Bresonik im anschließenden Interview

Die Spuren auf dem Trikot bezeugen ihren vollen Einsatz: Linda Bresonik im anschließenden Interview

Doch nicht nur im DFB-Pokal beweisen die Löwinnen ihr Können! Nur 8 Tage  später besiegen sie die Potsdamerinnen wiederholt – in der Champions League. Diesmal ist es Femke Maes, die aus 24 Metern abzieht und ihrer Mannschaft ein déjà-vu-eins-zu-null einbringt.

Das Rückspiel in Potsdam findet bereits am kommenden Sonntag, den 18. April statt. Kozue Ando, die japanische Nationalspielerin des FCR tippt bereits ein eindeutiges Ergebnis:

Echte Fans reisen auch aus der Ferne an

Echte Fans reisen auch aus der Ferne an

So stehen in den nächsten Wochen noch einige entscheidende Spiele im Terminkalender der Duisburgerinnen. Und nicht zu vergessen: Die Bundesliga! Auch hier sind die Turbinen die punktgleichen direkten Konkurrentinnen, die mit einem besseren Torverhältnis allerdings gerade auf Platz 1 verweilen. In den kommenden vier Spielen müssen sich die FCR-Frauen noch gegen Wolfsburg, Saarbrücken, Freiburg und den FC Bayern behaupten. Daumendrücken! Das werden wir natürlich – auch aus der Ferne!

Champions in Duisburg

Ein glücklicher Sieg gegen London

Ein glücklicher Sieg gegen London

Am Mittwoch, den 10. März ging es in der MSV Arena rund: Die Champions League der Frauen! Der FCR Duisburg trat gegen den starken Gegner Arsenal London an. Es fielen drei Tore – allesamt geschossen durch den FCR. Leider war ein Eigentor dabei. Aber trotzdem hat es für den 2:1-Sieg gereicht. Und wenige Tage später, am vergangenen Sonntag, fand in London direkt das Rückspiel statt, das der FCR auch für sich entschied – diesmal mit einem 2:0. Somit sind die Duisburgerinnen im Halbfinale und treffen dort ausgerechnet auf den deutschen Gegner Turbine Potsdam. Die überragenden Potsdamerinnen haben beide Spiele gegen Roa Idrettslag mit 5:0 für sich entschieden. Das lässt auf ein spannendes Duell zwischen dem amtierenden Uefa-Cup-Sieger und dem Deutschen Meister 2009 schließen.

In der MSV Arena

In der MSV Arena

Am 3. April findet dann auch noch das DFB-Halbfinal-Spiel statt: Auch dort trifft der FCR auf Bundesliga-Spitzenreiter Potsdam. Vor heimischer Kulisse im PCC-Stadion in Duisburg. Zwei äußerst wichtige und schwer vorhersehbare Partien, die aber sicher beide einen Gang ins Stadion wert sind!

Tag der Revierderbys

Hinter mir liegen fußballintensive Wochen – und heute wird es schon wieder besonders spannend. Zwei Revierderbys stehen auf dem Programm: Der MSV Duisburg empfängt Rot-Weiß Oberhausen, und in Dortmund gastieren die Schalker Nachbarn.

Da die Spiele, die ich mir angeschaut habe, jetzt schon wieder ewig zurückliegen, diesmal nur ein kleiner Rückblick samt Beweisfotos.

Mit Haiti-Spenden-Nasen vorm VfL-Spiel

Mit Haiti-Spenden-Nasen vorm VfL-Spiel

Am 13. Februar empfing der VfL Bochum die Gäste aus Hoffenheim. Vor dem Spiel gabs gegen eine Spende rote Nasen – passend zu Karneval und als Unterstützung für die Opfer in Haiti.

Es war eine klasse Partie zwischen den Gastgebern und den 1899ern. Die Stimmung in der Ostkurve war wieder einmal gigantisch. “Unten auf dem Rasen kämpft ihr für unsere Farben. Auf geht’s, VfL Bochum, schieß ein Tor!” Die Bochumer haben sich die Fangesänge zu Herzen genommen und ein tolles 2:1 errungen. Der erste Heimsieg seit August 2009 ist also dingfest.

Hier noch ein kurzes Video zum Grönemeyer-Kult-Song:

Am 17. Februar ging es dann in die MSV Arena nach Duisburg, wo die deutsche Frauen-Nationalmannschaft Nordkorea empfing. Ausgerechnet die FCR-Damen Annike Krahn und Inka Grings fehlten in der Partie.

Schockmoment nach einer knappen Viertelstunde: Nadine Angerer stößt mit einer nordkoreanischen Stürmerin so unglücklich zusammen, dass sie gegen Lisa Weiß ausgetauscht werden muss. Die Torhüterin von SG Essen-Schönebeck hat ihre Sache jedoch gut gemeistert und den Kasten der Deutschen sauber gehalten.

Eine überragende Lira Bajramaj schoss dann in der 21. Minute das 1:0, perfekt vorgelegt durch Birgit Prinz, die an diesem Tag ihr 200. Länderspiel absolvierte. Wenige Minuten später folgte das 2:0 durch Simone Laudehr. In der zweiten Halbzeit wurde mit deutlich weniger Tempo gespielt, doch es kam noch zu einem 3:0 durch Celia Okoyino da Mbabi, die für Melanie Behringer eingewechselt worden war.

Ein ordentliches Spiel mit gutem Ergebnis, und das vor einer tollen Kulisse in der MSV-Arena entschädigte auch dafür, dass lediglich 9.570 Zuschauer den Weg nach Duisburg angetreten hatten.

MSV Arena

MSV Arena

Ein bisschen enttäuscht allerdings war ich, dass Birgit Prinz, die knapp zwei Meter neben mir ihr Trikot verschenkt hat, mir kein Autogramm geben wollte. Allerdings könnte das an der alkoholisierten Person neben mir gelegen haben, die in einer Tour schrie: “Inka, du siehst so toll aus!” – Da wäre ich als Birgit Prinz vielleicht auch genervt gewesen … Also vergeben und vergessen!

Ein kleiner Tipp in Richtung DFB: Beim nächsten Mal ruhig einen Fan-Artikel-Wagen bereitstellen. Zahlreiche Fans waren enttäuscht, dass es nichts zu kaufen gab!

Applaus für Leistung und Fans

Applaus für Leistung und Fans in der MSV-Arena

Am darauffolgenden Samstag, den 20. Februar stand ein Kontrastprogramm zum Länderspiel in meinem Kalender. Nach etlichen Jahren habe ich mal wieder ein Spiel von SG Essen-Schönebeck besucht. Allerdings in den Fan-Reihen des FCR Duisburg.

Das beinahe menschenleere Stadion Am Hallo ließ nicht gerade auf eine Begegnung der 1. Bundesliga schließen: knapp 1.000 Zuschauer waren gekommen, um bei Temperaturen unter dem Nullpunkt und wechselnden Hagel- und Schneeschauern eine ernüchternde Partie zu sehen. Der FCR ließ zwei wichtige Punkte in Essen zurück, am Ende gab es nur ein frustrierendes 1:1. Man muss schon sagen, dass der FCR in der Vergangenheit selten einen so chaotischen Spielaufbau gezeigt hat. Das kann auch nicht allein an der Tatsache gelegen haben, dass die gesperrte Simone Laudehr fehlte und auch Linda Bresonik wegen muskulärer Probleme wenige Minuten vor Spielbeginn doch von der Aufstellung genommen wurde. Das Spiel war nicht schön anzusehen – immer wieder kamen Pässe nicht an, es fehlte an Ideen und offenbar auch an Motivation. Der gehandicapten Inka Grings war die Frustration deutlich anzusehen, denn kaum ein Pass kam vernünftig bei ihr an.

Nix los auffem Platz ...

Nix los auffem Platz in Essen ...

Letztlich teilten sich Gastgeber und Gäste die Punkte, worüber sich die Essenerinnen merklich freuten, als der Schlusspfiff ertönte. Kein Wunder, schließlich war es für die SG Essen-Schönebeck ein guter Schritt in Richtung Klassenerhalt, gegen die übermächtigen Nachbarn aus Duisburg einen Punkt zu erzielen. Der FCR dürfte sich jedoch extrem über die vertane Chance ärgern, punktgleich mit Tabellenführer Turbine Potsdam zu bleiben oder sogar das Torverhältnis zu verbessern. Potsdam hat zeitgleich 4:0 in Freiburg gewonnen und seine Führung mit insgesamt 35 Punkten nun ausgebaut.

Mit Spannung erwarte ich nun die Champions League Begegnung am 10. März in der MSV Arena, wo der FCR auf Arsenal London trifft. Bleibt zu hoffen, dass da wieder ein ideenreicher und funktionierender Fußball gespielt wird und auch Bresonik und Laudehr wieder mit von der Partie sind.

Verdiente Winterpause

So ein Schneechaos gibt es im Ruhrgebiet gerade kurz vor Weihnachten nur alle Jubeljahre mal. Die Chancen stehen also gut, in diesem Jahr eine seltene weiße Weihnacht zu erleben.

In die verdiente und wohl auch nötige Winterpause gehen nun auch die Fußballerinnen und Fußballer, die soeben ihren letzten Spieltag hinter sich gebracht haben. Dabei gab es noch einige interessante Begegnungen. Doch im Fokus sollen natürlich auch diesmal vor allem die Spiele der Ruhrpottclubs stehen:

Der RWO hat gegen Arminia Bielefeld unerwartet ein zwar torloses, aber gutes Spiel gemacht, hatte viele Chancen und konnte schließlich einen Punkt zu Hause behalten. Bilanz nach dem 17. Spieltag: Platz 14 kann und darf nicht das Beste sein, was am Ende der Saison rauskommt. Also nach dem Winterschlaf wieder erwachen und sich auf die einstelligen Plätze einschießen!

Auch in der ersten Liga gab es eine Überraschung: Der VfL, der in den letzten Spielen auch weniger durch gute Leistungen überzeugte wie der RWO, kämpfte überragend und schlug die Hannoveraner Gastgeber schließlich mit 2:3. Doch der Abstieg droht auch in dieser Saison wieder allzu heftig. Platz 16 – das kann es nicht gewesen sein, Bochum! Gas geben im neuen Jahr!

Der FCR Duisburg konnte am letzten Spieltag auch noch einmal 3 Punkte einfahren und besiegte den HSV mit einem klaren 4:0. Lediglich das bessere Torverhältnis hat den punktgleichen Potsdamerinnen die Herbstmeisterschaft eingebracht. Der FCR ist somit Tabellenzweiter. Und den meisten Stress aller Duisburgerinnen dürfte Inka Grings gehabt haben: Ihr Jahr 2009 war sicherlich eines ihrer überragendsten aller Zeiten. Sie gewann den DFB-Pokal, wurde Europameisterin, ist Deutsche Fußballerin des Jahres, Torschützenkönigin der Frauenfußball-Bundesliga und Spielerin der Saison 2009. Was wäre da naheliegender gewesen als auch den Titel zur Weltfußballerin des Jahres zu erhalten? – Richtig, nichts wäre naheliegender gewesen! Und doch – man glaubt es nicht – ist sie bei der FIFA World Player Gala 2009 weit abgeschlagen nur auf einem unverdienten Platz 5 gelandet. Ein unverständliches Ergebnis, wie ich finde. Zumal Birgit Prinz, vor der ich viel Respekt habe, die aber kein vergleichbar fulminantes Jahr erlebt hat, mit deutlich mehr Stimmen auf Platz 2 direkt hinter der zum vierten Mal in Folge zur Nummer 1 gewählten Brasilianerin Marta gelandet ist. Wer kann das verstehen? Ich jedenfalls nicht. Aber ein kleiner Trost mag sein, dass jeder, der Inka Grings in diesem Jahr verfolgt hat, selbst weiß: Sie ist die wahre Weltfußballerin des Jahres und wird uns sicher auch 2010 wieder mit ihrem Talent und Können überzeugen.

Zum Weiterlesen:

http://de.fifa.com/classicfootball/awards/gala/news/newsid=1151321.html#gluckliche+gewinner

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